Die Kunst der Kunst ist es das Innere mit Farbe sichtbar zu machen.  PeKoMe
                                                                                                                          
 
 
 


Projekt 2018 - Drahtig verdrahtet

Die nahtlose Verbindung von Figuren und das Ineinanderfließen von Linien und Farben, war schon immer ein Zentrales Thema meiner künstlerischen Arbeit. Bisher arbeitete ich mit Acrylfarbe, Tusche, Kohle und diversen anderen Materialien auf Papier und Leinwand.

Mein neues Material Draht erlaubt es mir, hinter der Materie liegende Räume, Schwingungen, Felder oder Bewegung sichtbar zu machen, welche mir in meiner Malerei nur eingeschränkt zur Verfügung standen. Einerseits verschwindet so das vordergründig Schwere, Feste und Abgegrenzte und eine energetische Realität zeigt sich, indem Körpergrenzen sich auflösen und pulsieren.

Hier entstehen filigrane Objekte, die spielerisch Figuren, geometrische Formen, winzige Spiralen, und Kugeln in sich vereinen. Der Metalldraht umspannt leere Körper und kreiert dadurch ein dreidimensionales Objekt. Oftmals erscheinen die Drahtgebilde wie Zeichnungen aus Metall – zweidimensionale Darstellungen aufgerissen in der Ebene – erst bei wiederholter Betrachtung eröffnet sich die Räumlichkeit in der dritten Dimension.

Drahtobjekte, die direkt an der Wand befestigt sind , entwickeln eine ganz besondere Dynamik und erobern den Raum.

Auf Sockeln platziert und nach allen Seiten strebend sind die Arbeiten „Seelentanz“, „Kopfmensch“ oder „karmische Verstrickungen“. Die nur wenige Millimeter dünnen, verzweigten Edelstahldrähte sprechen eine klare Formsprache und entwickeln trotz ihres filigranen Äußeren eine große Präsenz im Raum.

Handelt es sich hier um eine optische Täuschung? Die Drahtlinie im Raum lässt das Auge irren oder treibt es an, aus den Linien Körper zu formen. Wenn Metalldraht einen leeren Körper umspannt, wird der Schein zur Wirklichkeit! Noch spannender ist der Aspekt, wenn eigentlich verborgene Dinge in das Blickfeld rücken; wenn man plötzlich Gegenstände, die sich in einem anderen Gegenstand befinden – also verschlossen oder weggesperrt sind – trotzdem sieht. Gerade der letzte Gedanke – absurde oder verbotene Dinge hinter durchsichtigen Grenzen zu „verstecken“ – lässt viele neue Ideen zu. Alles ist ein offenes System, permanent eingebunden in verschiedene Netzwerke – etwa der Kommunikation, des Verkehrs oder im Gedankenaustausch mit anderen Menschen.

 

Stadt Trier                               

Action-Painting: Künstler ohne Grenzen

SP | 22.01.2015                
Sechs Künstler, drei Leinwände, zwei Tage und ein Raum – das sind nur einige der Zutaten für den geplanten Kreativ-Cocktail. Das Ganze wird drapiert mit einer ausgefallenen Idee: Action-Painting, nahezu ohne Einschränkungen. Die Redewendung "Viele Köche verderben den Brei" trifft offenbar nicht auf Künstler zu. Jedenfalls nicht auf die Absolventen des letzten Projektstudiums an der Europäischen Kunstakademie Trier (EKA). Gemeinsam hinterlassen die sechs Künstler in unüblicher Weise ihre Farbspuren auf drei Rollleinwänden mit jeweils um die zwei mal drei Metern Kantenlänge. Ein Abenteuer beginnt. Erlebter Spaß wird sichtbar.                                                                    

Bei "PEMI HESO HANO" handelt es sich nicht etwa um ein Zitat aus den satanischen Versen des Autors Salman Rushdie, sondern um die ganz persönliche Zauberformel für eine gelungene Zusammenarbeit. Lediglich die ersten beiden Buchstaben der Vornamen aneinandergereiht, ergeben den Titel für die konstruktive Gemeinschaftsproduktion. Über die Grenzen der Leinwand hinaus. Zur sechsköpfigen Künstlergruppe gehören: Petra Kohns-Merges, Mirèse Kirsch, Hedi Schon, Sonja Lefèvre-Burgdorf, Hans Gaubatz und Norbert Walisch.

Am Anfang war der Abschluss                  

Nach dem Erfolg der vorgezogenen Abschlussausstellung "Sie wissen ja, was wir meinen" stand eine noch konzeptlose Idee im Raum. "Als wir im September unser Projektstudium abschlossen, kam uns der Gedanke einer Wiederholungstat", erinnert sich Sonja Lefèvre-Burgdorf, "wir wollten aber nicht einfach nur unsere unterschiedlichen Werke ausstellen, wir wollten mal etwas Verrücktes gemeinsam auf die Beine stellen." Der Entschluss zu einer anderen Technik und Herangehensweise war geboren. Action-Painting sollte es sein. Aktionsmalerei, die einem abstrakten Schema folgt und im erlösenden Chaos seine Erfüllung findet. "Petra und ich waren anfangs nicht gerade begeistert von diesem Gedanken und entgegneten unisono 'Wir sind raus'", sagt Hans Gaubatz. "Doch nach der detaillierten Ausarbeitung des Konzepts, waren auch wir beide begeistert", ergänzt Petra Kohns-Merges und lacht, "so nahm das Drama seinen Lauf."

Die Entstehung ist das Ziel                  

Overalls, Mundschutz und Schutzbrillen stellen zwei Tage lang die angemessene Arbeitskleidung der Künstler dar. Die Utensilien sind so abstrakt wie profan. Gewerkelt wird mit Besen, Steinen, Malerrollen oder Sprühflaschen. Dazu literweise Acrylfarben. Die Künstler tauchen unter anderem ihre Schuhe in mit bunten Farben gefüllte Bottiche und tanzen zu Klängen von Metallica, Chopin oder The Beatles über die drei Leinwände. Eine Schaukel hängt von der Decke herab. Diese bleibt natürlich nicht ungenutzt. Bäuchlings liegt Lefèvre-Burgdorf darauf. Mit dem Pinsel bewaffnet, lässt sie sich von Norbert Walisch Schwung geben. Im Flug gelangt die Farbe auf die am Boden befestigten Leinwände. Formen entstehen nach dem Zufallsprinzip. Auch der Zufall generiert Kunstwerke. "Ich habe eine Idee!", ruft Kohns-Merges. Kurzerhand bepinselt sie die Overalls von Hedi Schon und Mirèse Kirsch mit blauer und gelber Farbe. Mit vollem Körpereinsatz werden die beiden nun über die Leinwand gerollt. Auf dieser Reise ins Ungewisse wird kein fertiges Endprodukt angestrebt. Es bleibt eine Momentaufnahme der Evolution. "Der Weg ist das Ziel", sind sich alle sechs Künstler einig, "und der birgt mächtig viel Spaß!" 
 Bilder sagen mehr als Worte                  

Bei der Vernissage am 19. Februar ab 19 Uhr werden in der Kunsthalle der EKA Trier die entstandenen Werke präsentiert. Dazu gewährt ein Kurzfilm Einblicke in die Entstehungsprozesse. Die Ausstellung "PEMI HESO HANO – Sie wissen ja, was wir meinen" ist mitsamt Video vom 20. Februar bis zum 22. März dort zu sehen.             

RP, Fotos: Pick


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September 2013 bis Oktober 2014 

Thematik: Die Farbe "ROT"

 Die Farbe rot hat schon seit langer Zeit einen festen Platz in meinem künstlerischen Schaffen. Jedoch war der Einsatz der Farbe rot immer sehr gering gewählt. Deswegen habe  ich mich dieser Farbe in einem Projekt angenähert.

In Vorbereitung auf dieses Projekt musste ich mir erst einmal klar werden, was bedeutet die Farbe ROT für mich und in der Geschichte der Menschheit.

Aufgrund meiner Recherchen wurde mir immer mehr klar das die Farbe ROT eine besonderst anspruchsvolle und schwierig zu behandelnde Farbe und Thematik ist. Und genau darin lag der Reiz dieses Projektes.

Ich habe in diesem Projekt verschiedene Bildkonzepte und Malstile in einem einheitlichen Farbwert ROT entwickeln. Hier wurden die Grenzen dessen ausgelotet, was als ROT gefasst werden, anderseits dessen, was als Malerei gelten kann.

Die Auseinandersetzung begann im September 2013 und endete mit einer Ausstellung und einer Fotobuch Dokumentation In der Europäischen Kunstakademie in Trier im Oktober 2014.
 

Wie folgt soll das Thema behandelt werden:

  • Die Plastische Ausprägung der Farbe durch verschiedener Strukturen

  • der Takt des Malens durch diverse Pinseltechniken

  • die Reduktion der Malereien

  • monochrome Malerei

  • Farblandschaften auf Fundstücken aus dem alltäglichen Leben

  • raue Leinwand

  • geglättete Leinwand

  • Einsatz Sand, Aluminiumspänen die eine grob strukturierende Fläche erzeugen

  • Einsatz von Pigmenten

  • Einsatz von Wachs

  • rote Zeichnungen  

  • Erstellen von roten Maltafeln (Farbversuche mit ROT)

  • Spiel mit Licht und Schatten  

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